Berufs- und Studienorientierung

VonHauptredaktion

Berufs- und Studienorientierung

Ziele der Berufs- und Studienorientierung an der Gesamtschule Solms

– Stärkung der Persönlichkeit

– Qualifizierung für die erfolgreiche Bewältigung von Lebenssituationen

– Verbesserung der Zukunftschancen

– effektive Gestaltung von Lernprozessen

– Erkenntnisgewinnung und Begleitung bei der beruflichen Orientierung

In allen Jahrgangsteams der Schule ist auch jeweils ein „Experte“ zur Berufs- und Studienorientierung verortet. Dieser „BSO-Experte“ begleitet das Team und ist neben den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler des jeweiligen Jahrgangs. Das BSO-Konzept unserer Schule soll die Jugendlichen in die Lage versetzen, ihre Berufswahlentscheidung nach eigenen Interessen, Fähigkeiten und Karrierevorstellungen zu treffen und Eigenverantwortung für ihren Berufswahlprozess zu übernehmen. Es handelt sich um ein aufeinander aufbauendes Gesamtkonzept mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler in ihrem Orientierungsprozess zu begleiten und zu unterstützen. Die Arbeitsgruppe BSO koordiniert darüber hinaus Kooperationen mit Berufsschulen, Betrieben und weiteren außerschulischen Partnern. Mit einem stimmigen Gesamtkonzept und kontinuierlicher Begleitung bietet die Gesamtschule Solms eine gute Grundlage für eine möglichst schnelle und passgenaue Einmündung in den Ausbildungsmarkt bzw. in weiterbildende Schulen.

Wichtige Elemente der Berufs- und Studienorientierung:

Kontinuierliche Begleitung durch einen „Experten“

Der Vorgang einer Berufsentscheidung ist ein Prozess, der sich meist im Laufe des Besuches der Regelschule vollzieht und zu einer für den weiteren Lebensweg maßgeblichen Entscheidung der Schülerin / des Schülers führt. Daher sollte er frühestmöglich angebahnt und möglichst umfassend begleitet werden. Neben den Eltern, den Berufsberatern und der Peergroup kann die Schule dabei einen wichtigen Teil beisteuern. Durch die Verortung eines Ansprechpartners für die BSO pro Team kann eine enge Begleitung im Berufswahlprozess seitens der Schule von Beginn an sichergestellt werden.

Durchführung des Kompetenzfeststellungsverfahrens KomPo7 in Klasse 7

Bereits seit 2009 wird KomPo7 an hessischen Schulen mit dem Bildungsgang Haupt- und Realschule vom Bildungswerk der hessischen Wirtschaft etabliert.

Über 200 Schulen setzen dieses Verfahren bereits um. In den OloV Qualitätsstandards und dem darauf aufbauenden Erlass ist das Kompetenzfeststellungsverfahren als wichtiger Baustein im Prozess der Berufsorientierung festgeschrieben. Im Fokus dieses Verfahrens stehen die

– personalen Kompetenzen (Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit, …)

– methodischen Kompetenzen (Lernfähigkeit, Problemlösefähigkeit, …)

– sozialen Kompetenzen (Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, …)

Neben den schulischen Basiskompetenzen wie Rechtschreiben, Lesen und Rechnen sind die bei KomPo7 beobachteten Kompetenzen ein wichtiger Bestandteil einer entsprechenden Berufswahlreife. Durch eine Einschätzung in der Einführungsphase des konkreten Berufsorientierungsprozesses (Klasse 7) können, darauf aufbauend, rechtzeitig individuelle Fördermaßnahmen eingeleitet werden („KomPo7 verankern“).

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Verfahrens ist die Auswertung und Besprechung eines standardisierten Interessenstests (AISTR). Damit werden den Schülerinnen und Schülern erste Interessensbereiche aufgezeigt, in denen sie sich über entsprechende Berufsfelder informieren können. Diesen Prozess in Klasse 7 anzustoßen ist notwendig, da so die Entscheidung zu einem Praktikumsplatz in Klasse 8 erleichtert wird und an Qualität gewinnt. Die überfachlichen Kompetenzen spielen in jedem Berufsfeld eine wichtige Rolle und werden im Hinblick auf eine entsprechende Berufswahlreife vorausgesetzt.

Im Sinne einer Verankerung in den Berufswahlprozess werden die Ergebnisse in regelmäßigen Abständen reflektiert und aktualisiert. So können auch Schülerinnen und Schüler, die eine gymnasiale Oberstufe besuchen wollen, ihre Fähigkeiten, Interessen und Berufsvorstellungen besser in die Wahl von Leistungskursen einbeziehen.

Der Berufswahlpass

Kontinuierliche Dokumentation im Berufswahlpass ab Klasse 7.

Für die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen wird der Berufswahlpass im Zuge des Projektes „KomPo7 verankern“ jeweils zum Schuljahresbeginn kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Berufswahlpass stellt Angebote zur Berufsorientierung vor, enthält Vorlagen, die den Prozess der beruflichen Entscheidungsfindung unterstützen und bietet Raum für ergänzende, selbst erstellte oder erworbene Dokumente. Der Berufswahlpass bietet so Orientierung im Berufswahlprozess und dient als Portfolioordner.

Arbeitslehreunterricht in Kooperation mit Berufsschulen und Betrieben

Die Berufsorientierung ist besonders im Fach Arbeitslehre verankert.

Dort sollen die Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorbereitet werden und weitere praktische Erfahrung in verschiedenen Berufsfeldern sammeln. Viele neue, komplexere Ausbildungsberufe sind auf den Markt gekommen und es zeigt sich auch der Wunsch der Wirtschaft, dass die Jugendlichen mehr über die Berufswelt erfahren sollen, um den zunehmenden Anforderungen gerecht werden zu können. Ziel der Gesamtschule Solms ist es, mit zusätzlichen berufsorientierten Angeboten im Wahlpflichtfach Arbeitslehre dafür zu sorgen, dass den Jugendlichen Wege und Möglichkeiten mit an die Hand gegeben werden, ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken zu entwickeln und berufsbezogene Kompetenzen auszubauen. Der praktisch orientierte Unterricht in den Fachräumen der Schule vermittelt erste Grundkenntnisse, welche dann auch in Kooperationsbetrieben bzw. kooperierenden Berufsschulen vertieft werden können.

Schülerfirmen

In einer Schülerfirma werden in Anlehnung an reale Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen geplant, hergestellt und evtl. gegen Geld verkauft.

Eine Schülerfirma ist eine gute Möglichkeit zu erfahren, welche grundsätzlichen Aufgaben ein Unternehmen zu bewältigen hat und welche Bedeutung Arbeit und Beruf zukommt. In der Arbeitslehre soll so die Dimension des Handelns gegenüber den Formen des kognitiven Lernens besonders betont werden. Die Lernenden sollen so erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt im Schutzraum Schule machen und dabei die Bedeutung von Arbeit und Beruf erfahren. Auch überfachliche Lernziele, wie die Entwicklung einer personalen Kompetenz durch die Fähigkeit zu selbstbestimmtem und eigenverantwortlichem Handeln, oder die Vermittlung einer entsprechenden Sozialkompetenz spielen in dem Konzept Schülerfirma eine wichtige Rolle. An unserer Schule gibt es zurzeit die DRUCKFREI GmbE und eine Fahrradwerkstatt im AG-Programm.

PuSch (Praxis und Schule)

Die PuSch-Klasse stellt ein spezielles Angebot für diejenigen Schülerinnen und Schüler dar, die den Hauptschulabschluss anstreben und dabei besondere Unterstützung und Förderung benötigen. In die Pusch-Klasse werden Schülerinnen und Schüler aufgenommen, die voraussichtlich durch einen hohen berufsbezogenen Praxisanteil zu einer positiven Lern- und Arbeitseinstellung geführt werden können.

Diese Lerngruppe verbringt insgesamt zwei Tage pro Woche an außerschulischen Lernorten. An einem Tag werden sie an einer Berufsschule unterrichtet und an einem anderen gehen sie in ein Langzeitpraktikum. Wichtig für das Aufnahmeverfahren ist, dass der Besuch der PuSch-Klasse freiwillig erfolgt. In einem Aufnahmegespräch wird deshalb auch eine Vereinbarung mit den Erziehungsberechtigten, den Schülerinnen und Schülern und der Schule mit dem Ziel des Maßnahmenerfolges getroffen. Die PuSch-Klasse wird einjährig im Jahrgang 9 eingerichtet. Die Gruppenstärke beschränkt sich auf 13-18 Teilnehmer. Der Unterricht bietet eine kontinuierliche, systematische und praxisorientierte Verknüpfung des Lernens in Schule, Berufsschule und Betrieben.

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