Osterferien
30. März 2026 – 10. April 2026
Einladung zur Lesung am 25.03.19 um 19 Uhr im Lernzentrum der IGS Solms
Als Max Sprenger mit 16 Jahren an die IGS-Solms kam, hatte er gerade die schrecklichsten zwei Jahre seines Lebens hinter sich. Als aufgeweckter und sportlicher Junge fuhr er in den Familienurlaub, um völlig unerwartet durch eine Hirnblutung komplett aus dem Leben gerissen zu werden. Es war schon ein Wunder, dass er aus dem Koma erwachte und seine kognitiven Fähigkeiten wiedererlangte, doch die körperliche Lähmung blieb. Ohne die liebevolle Zuwendung durch seine Eltern und Geschwister wäre er vollkommen hilflos gewesen, erinnert sich Max.
In der IGS-Solms angekommen, schloss er schnell Freundschaften mit Schülern und Lehrer. Auf diese Weise wurden Leid und Freude geteilt, und nebenbei konnte er auch einen guten Schulabschluss erreichen.
Max Sprenger verarbeitete seine Erlebnisse, indem er sie umständlich mit einer Hand in sein Smartphone tippte. Dass daraus einmal das bewegende Buch „Tsunami im Kopf“ werden würde, hätte er sich zu Beginn wohl nicht träumen lassen.
Nachdem Max ergreifende Buchvorstellungen für die Jahrgänge 9 und 10 an der IGS-Solms durchführte, sollen nun auch interessierte Personen, wie z.B. seine ehemaligen Mitschüler, Eltern oder Bekannte die Möglichkeit bekommen, Max persönlich über sein Buch sprechen zu hören.
Dazu lädt die IGS-Solms am 25.03.19 um 19 Uhr in das Lernzentrum in der Schule, Bergstraße 9 herzlich ein.

Schülerin der Integrierten Gesamtschule Solms reist nun nach Gießen
Carlotta Schäfer von der Integrierten Gesamtschule Solms ist die beste Vorleserin im südlichen Lahn-Dill-Kreis. Die Sechstklässlerin setzte sich beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbes unter der Schirmherrschaft des Börsenvereins Deutscher Buchhandel im Wetzlarer Kreishaus durch. Bereits vorher machte sie das Rennen in ihrer Klasse und konnte anschließend den Schulentscheid gewinnen. Die Schülerinnen und Schüler mussten zunächst eine selbst ausgewählte Textpassage vorlesen und danach ihr Können bei einem Fremdtext unter Beweis stellen. Die Jury bewertete nicht nur eine deutliche Aussprache, ein angemessenes Lesetempo und eine sinngemäße Betonung, sondern auch die vermittelte Stimmung und Atmosphäre.
Am 29. April 2019 vertritt Carlotta Schäfer zusammen mit der Siegerin des nördlichen Kreises den Lahn-Dill-Kreis im Bezirksentscheid in Gießen.
Im Bild: Carlotta Schäfer (5.v.l vorne) hat den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs aus dem südlichen Lahn-Dill-Kreis gewonnen. Foto: A.C.Hofmann
Momentan findet im Jahrgang 10 fächerübergreifender Unterricht in den Fächern Deutsch und Chemie statt. Die Schülerinnen und Schüler der Deutsch E-Kurse (Frau Welte, Frau Harms, Frau Löw-Heitland) lesen das Buch „Das Parfum“ von Patrick Süskind.
In Kooperation mit dem Chemielehrer Herrn Hermanni untersuchten die Schülerinnen und Schüler bestimmte Textstellen aus dem Buch und mussten anhand dieser verschiedene Versuchsdurchführungen und -aufbauten planen und skizzieren. Anschließend führten die Schülerinnen und Schüler ihre Versuche durch.
„Er lernte den Gebrauch des Scheidetrichters kennen, mit welchem man das reine Öl gepresster Limonenschalen von der trüben Rückstandsbrühe trennte.“ Süskind, Das Parfüm – Kapitel 18
So lernten die jungen Erwachsenen die Wasserdampfdestillation, mit welcher man ätherische Öle aus Pflanzenteilen gewinnen kann, und den Gebrauch des Scheidetrichters, mit welchem man verschiedene Flüssigkeiten voneinander trennen kann, kennen.
Der fächerübergreifende Unterricht bereitet die Schüler auf die anstehende Abschlussfahrt nach Südfrankreich vor. Im ersten Teil des experimentellen Deutschunterrichtes erprobten und erkundeten die Schüler die Arbeitsmethoden der Romanfigur Baldini.

Im Chemieraum duftete es nach Zitronen, Orangen und Rosmarin.
Durch die Wasserdampfdestillation gelang es den Schülern die ätherischen Öle von Zitronen, Orangen und Rosmarin zu gewinnen.
In den nächsten Wochen werden die Schüler das Verfahren „Enfleurage“, welches die Hauptfigur Grenouille in Grasse erlernt, erproben und kennenlernen. So sind die Schüler für den Besuch einer Parfümerie in Grass auf ihrer Abschlussfahrt gut vorbereitet.
Ein weiterer Bericht folgt.
Begeisterung und Betroffenheit in der Aula der IGS Solms. Der jetzt 18-jährige ehemalige Schüler der Schule bewegte am 27.2.19 170 10-Klässler und ihre Lehrer mit seiner tragischen Lebensgeschichte. Neben der Vorstellung seines Buches „Tsunami im Kopf“, in dem er seine Erlebnisse mit den Folgen seiner Hirnblutung als 14-Jähriger verarbeitet, beantwortete er auch bereitwillig Fragen der Zuhörer und signierte anschließend sein Buch.
Als Unterstützung hatte er seine Mutter und seine Schwester mitgebracht. Nachdem er kurz über sein Erlebnis, wie es zu seiner Behinderung kam, erzählt hatte, las seine Schwester einige Abschnitte aus seinem Buch vor, worauf Max Gefühle und Gedanken ergänzte.
Danach konnten die Zuhörer Fragen stellen, wie z.B. was er derzeit schulisch mache. Max, der bis vor einem Jahr an der IGS Solms seinen Realschulabschluss gemacht hatte, antwortete: „Zurzeit besuche ich keine Schule, da ich bis zu 14 Therapien in der Woche habe, aber ich habe vor, ab Sommer wieder zur Schule zu gehen, um mein Abitur zu machen.“
Auf die Frage „Wie ist es für dich, wenn du in der Öffentlichkeit angestarrt wirst oder Leute dich doof angucken?“ antwortete er, dass es ihm bei Fremden egal sei, er aber nicht mehr so gerne und viel rausgehe, um niemandem zu begegnen, der ihn von früher kenne.
Eine weitere Frage lautete, ob er jemals daran gedacht habe, aufzugeben. Er sagte, dass das für ihn als gläubigem Menschen keine Option sei. Mit seinem Buch wolle er anderem Menschen in ähnlichen schwierigen Lebenssituationen motivieren, dass man trotz eines solchen Tiefschlags versuchen sollte, das beste aus der Situation zu machen. Für ihn selbst sei das Schreiben des Buches ein Mittel gewesen, das Erlebte zu verarbeiten.
Herr Weiß, sein ehemaliger Klassenlehrer, moderierte die Fragestunde. Die Schüler hörten aufmerksam zu. Man merkte, dass sie sich in seine Lage versetzt haben und sehr betroffen waren.
Eine weitere Lesung für alle Interessierten findet am Montag, 25.3. 19 um 19.00 Uhr am selben Ort statt.
(Text: Schülerinnen und Schüler des Deutschkurses von A. Harms)